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UMPJ in Neukirchen

EINE WOCHE NACH DER AUSZEIT ÜBER GEBET UND FASTEN – WAS BLEIBT?


Vom 16. bis 18. Januar fand im Hauptquartier der CMGI (Christliche Missionarische Gemeinschaft International) die Welt-Universität für Gebet und Fasten (WUGF) statt. Lobpreis, Zeugnisse und vor allem Lehre zu Gebet und Fasten prägten diese dreitägige Auszeit. Eine Woche später stellt sich die Frage, welche Impulse dieses besondere Ereignis im Alltag nachhaltig hinterlässt.

Eine erste Edition in ganz Europa

Erstmals wurde die Welt-Universität für Gebet und Fasten Deutschlandweit durchgeführt. Zu dieser ersten Edition kamen 120 Geschwister aus sieben Nationen zusammen, darunter Deutschland, Frankreich, England, Belgien, Norwegen und Schweden.

Unter dem Thema „Ein Gebetsleben aufbauen – einen Gebetsdienst entwickeln“ lehrten Schwester Ruth Donald, Precious Hippolyte und Leonie Siaha, die drei Gastrednerinnen. Tag für Tag vermittelten sie biblische Grundlagen und führten die Teilnehmenden in praktische Zeiten der Reflexion und des Austauschs.

Mehr als nur Routine

„The place of prayer is not the place to solve problems. The place of prayer is the place to build people“, erklärte Schwester Ruth Donald. Anhand dieser Aussage machte sie deutlich, dass Gebet nicht in erster Linie der Problemlösung dient, sondern eine Kraft ist, durch die Gott Menschen formt und aufbaut. Alles, was wir im Leben sehen möchten, mussen wir im Voraus vor Gott im Gebet stellen. Dadurch wird das Gebet ein Ort, an dem einerseits Menschen und ihre Zukunft gestaltet werden und andererseits Bedürfnisse voraussehen werden.

„We pray for everything, we pray all the time, we pray all types of prayer“, betonte die Hauptsprecherin und erläuterte diese Aussage in drei Punkten. Erstens seien Christen dazu aufgerufen, für alles zu beten, weil Gott ihre einzige Option sein soll. Zweitens sollen sie zu jeder Zeit beten, da sie jederzeit auf Gott angewiesen sind. Drittens gilt es, die Vielfalt der Gebetsarten zu praktizieren, denn jede Gebetsform bringt einen bestimmten Aspekt zum Ausdruck – etwa die Fürbitte in ausweglosen Situationen oder Danksagungen als Dankbarkeit zu Gott. Während der drei Tage der Auszeit stand das Thema der Danksagung im Mittelpunkt. Gott sollen wir immer danken in guten, sowie in schwierigen Situationen. Ein dankbares Herz erzeugt Freude, vermeidet Beschwerde und trägt zu einem erfüllten Leben bei.

Zu den Gebetsformen gehört auch das Fasten. Schwester Ruth empfahl, das Fasten schrittweise in den Alltag zu integrieren: zunächst etwa einmal pro Woche, später gegebenenfalls über mehrere Tage oder in partieller Form. Fasten sei dabei nicht nur körperlich, sondern auch emotional zu verstehen. Entscheidend sei nicht allein der Verzicht, sondern die Haltung des Menschen vor Gott. „Who is fasting?“ – wie Gott den Menschen sieht, bestimme letztlich das geistliche Gewicht des Fastens.

Was bleibt eine Woche danach?

Eine Woche nach der Welt-Universität für Gebet und Fasten bleibt mehr als die Erinnerung an intensive Momente. Es bleiben konkrete Impulse für den Alltag: ein erneuertes Verständnis von Gebet als Beziehung und nicht als bloße Problemlösung, die Einladung zu Beständigkeit im Gebet sowie ein bewusster, schrittweiser Umgang mit dem Fasten. Auch die Bedeutung von Danksagung und Jüngerschaft wurde neu in den Mittelpunkt gerückt.

Abseits des Alltags bot das Seminar Raum für Stille, Austausch und persönliche Reflexion über die eigene Beziehung zu Gott. Durch Gebet und Fasten wurden die Teilnehmenden ermutigt, bewusst Raum für Gott zu schaffen, Veränderung zuzulassen und sein Wirken im eigenen Leben neu wahrzunehmen.

Die entscheidende Frage eine Woche danach lautet daher nicht nur, was gehört wurde, sondern was davon im Alltag weiterlebt. Die Werkzeuge wurden gegeben – nun liegt es an jedem Einzelnen, diese Impulse aufzugreifen und die Beziehung zu Gott bewusst zu pflegen.

Arlette von CMGI Media

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